"Der Krieg wird nicht beendet sein, solange nicht der letzte Soldat begraben ist."

A.W. Suworow

 

entnommen der Webseite: "Der belorussische Landkreis Rogachev"

Die IV. Panzerarmee im Blickpunkt des Geschehens an der Ostfront

Die deutschen Panzer-Reserven (4.Pz.Armee) im Raum Kielce warteten am 12.01.1945 vergeblich auf einen Einsatzbefehl aus Berlin, um sich gegen den mit 10-facher Übermacht durchgebrochenen Russen wehren zu können. Der Einsatzbefehl kam erst am 13.01.1945 abends mit über 30-stündiger Verspätung, als  viele von ihnen bereits von den russischen Truppen überrollt und vernichtet waren. Der russische Marschall Konjew war mit seinen Leuten schon weit hinter den restlichen deutschen Einheiten auf dem Weg nach Berlin !  Das Motto auf deutscher Seite lautete nur noch: "Rette sich, wer kann" - für viele von ihnen leider viel zu spät - sie blieben dort liegen, wo sie zuletzt waren !

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Der II. Weltkrieg hat viel Leid über die Menschen in jener Zeit gebracht, betroffen waren Soldaten und Zivilisten gleichermaßen. Das Ende des Krieges liegt nun ca. 60 Jahre zurück, trotzdem sind die Wunden nicht verheilt, die Spuren nicht verwischt und die Schicksale der Vermißten nicht geklärt. Und es warten noch viele Angehörige auf eine Nachricht.


Nun ist es ein Wettlauf mit der Zeit geworden. Mit jedem weiteren Tag schrumpft die Zahl derer, die noch Auskunft geben können und immer weniger können sich noch daran erinnern. Aber jedes 1945 verlorene Schicksal hat ein Recht auf Identifikation, auf Information an noch lebende Angehörige und vor allem auf Würde. Niemand sollte auf Ewig wie ein "Hund" verscharrt bleiben,

Mein persönlicher Anlass zu dieser Seite, 2004

Anlass zu dieser Seite war das Schicksal meines Schwiegervaters, der als Soldat nach kurzer Ausbildung an die Front nach Osten geschickt wurde und das Los vieler anderer teilte - er kam nicht wieder - letzter Brief datiert auf den 10.01.1945.


Viele Recherchen haben bisher manche neue Erkenntnis gebracht, aber die endgültige Aufklärung ist bisher nicht gelungen. Dennoch könnte es da in Kürze einen Wendepunkt geben, denn ich erwarte die Öffnung einiger Gräber noch in diesem Jahr.
Als weitere Möglichkeit sehe ich das Internet als eine Perspektive, um über andere Betroffene gemeinsam weiterzuforschen.
Während einer Suche hat jeder am Ende einen toten Punkt, den man mit gemeinsamen Anstrengungen aufweichen könnte.

Meine Reisen nach Polen an die Weichsel und Recherchen bei den Bewohnern vor Ort

Wie es die Überschrift schon sagt, beschäftigt sich diese Seite in erster Linie mit dem Auffinden, der Identifikation und der Exhumierung der gefallenen Soldaten der 4. Panzerarmee.


Ich habe bereits drei Reisen in die Region südlich von Kielce unternommen, 1989, 1990 und 2004. Mit Hilfe eines Dolmetchers habe ich im Umfeld der ehemaligen Standorte der 16. und 17. Panzerdivision ältere polnische Bewohner nach ihren Beobachtungen Ende 1944 und Jan. 1945 befragt. Mich interessierten, welche deutschen Truppen lagen in welchem Dorf, welche Fahrzeuge hatten diese und was passierte nach dem 12.Jan.45 ? Dann natürlich die wichtigste Frage nach bekannten Wald- und Wiesengräbern deutscher Soldaten.


Die Bilanz kann sich inzwischen sehen lassen, sofern durch Grabungen die Aussagen bestätigt werden.
Es sind einige Massengräber, aber auch Einzelgräber gefunden worden. Einige Gräber sind in der Zeit von 1990 bis 2004 mit einem Gedenkstein versehen worden, ob noch Gefallene darunter liegen oder das inzwischen ein symbolisches Grab geworden ist, bleibt der nun folgenden Untersuchung vorbehalten.


Alle gefundenen Gräber wurden 2004 zusammen mit dem Volksbund der Kriegsgräberfürsorge neu dokumentiert, bzw. es kamen sogar weitere dazu. Eine Dokumentation hier werde ich einstellen, sobald genauere Ergebnisse bekannt sind (noch 2004). Vorher muß noch ein Antrag bei Behörden in Warschau gestellt werden zur Genehmigung von Exhumierungen, womit schon ein Weilchen gerechnet werden muß. Mehr also später.


Such-Orte:
Kielce, Radomice, Labedziow, Morawica, Wola Morawice, Chalupki, Obice, Wloszczowice, Kije, Chmielnik, Lisow

 

ohne Kreuz, ohne Gebet, ohne einen menschenwürdigen Abgang. Die Nachkommen haben ein Recht auf Information über Namen und Orte gefallener Angehöriger. Es wurde und wird viel getan, aber noch viele Wald- und Wiesen-Gräber sind unentdeckt. Nun da die Grenzen im Osten geöffnet sind, sollte die Chance verstärkt zur Suche genutzt werden.